Infoveranstaltung: Geflüchtete in Polen – Polen als Zufluchts- und Transitland

4. Oktober 2016
19:00bis21:00

Im Rahmen der Interkulturellen Woche hat Flumico internationale Gäste eingeladen. Sie werden uns einen Einblick in die Situation von Geflüchteten in Polen geben. Die Veranstaltung findet am 4.Oktober um 19 Uhr im Stadtmuseum statt. Wir freuen uns auf euch!

An der weißrussisch-polnisch Grenze warten hunderte von Menschen auf Durchlass, die zum Beispiel aus Tadschikistan oder Tschetschenien flüchten. Das Helsiniki Committee berichtete im August, dass mehr als 43 000 Schutzsuchende dieses Jahr allein an der polnischen Grenze abgewiesen wurden und rief zum Handeln auf. Doch die Geflüchteten bleiben nicht in Polen. Es ist das Transitland in der EU für Geflüchtete aus den ehemaligen Sowjetstaaten nach Westeuropa, wo sich die Menschen einen besseren Schutz erhoffen. Doch meist landen sie im Orbit des Dublin III-Systems und wieder in Polen oder schaffen es gar nicht weiterzureisen. Besonders die Ausländerbehörde Cottbus schiebt gerne rigoros in das Land ab. Dort angekommen berichten uns die Abgeschobenen von menschenunwürdigen Bedingungen. Verschiedene Organisationen bemängeln schon lange systemische Mängel in der Aufnahme von Geflüchteten in Polen. Oft landen die Geflüchteten in Haftzentren, den sogenannten „Detention camps“. Einige verbringen Jahre dort. Auch der Rassismus und die Islamophobie steigen an.

Im Rahmen der Veranstaltung wird der polnische Journalist Piotr Malinowski mehr zur Situation in Polen berichten und die georgische Aktivistin Ekaterina Lemonjava wird von ihren eigenen Erfahrungen als Geflüchtete in Polen und der politischen Selbstorganisation der Geflüchteten erzählen.

Wir laden Euch recht herzlich ein mit uns mehr über die Situation in Polen aus erster Hand zu erfahren.